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Häufige Fragen zum Thema Visum

18.01.2018 - FAQ

Gut möglich, dass Ihre Frage hier bereits beantwortet wird. Bitte schauen Sie sich daher diese Fragen genau an, bevor Sie sich persönlich an die Auslandsvertretung wenden. Vielen Dank!

FAQ

Tunesische Staatsangehörige benötigen sowohl für Kurzaufenthalte (Schengenvisa mit weniger als 90 Tagen Aufenthalt) als auch für längerfristige Aufenthalte (nationale Visa mit mehr als 90 Tagen Aufenthalt) ein Visum.
Tunesische Staatsangehörige benötigen kein Visum zum Flughafentransit.

Die Visumpflicht für Kurzaufenthalte (Schengenvisa mit weniger als 90 Tagen Aufenthalt) für andere Staatsangehörige ergibt sich aus S. 5-6 dieser Liste.

Für einen Daueraufenthalt (mehr als 90 Tagen Aufenthalt) benötigen grundsätzlich alle Staatsangehörige ein sogenanntes nationales Visum.
Staatsangehörige von Andorra, Australien, Brasilien, El Salvador, Honduras, Israel, Japan, Kanada, Monaco, von Neuseeland, der Republik Korea, San Marino und der Vereinigten Staaten von Amerika, können hierfür jedoch visumfrei in das Bundesgebiet einreisen und den erforderlichen Aufenthaltstitel im Bundesgebiet einholen. Ein Visumverfahren vor der Einreise ist für diese Staatsangehörige nicht erforderlich.

Die Botschaft ist für Ihren Visumantrag zuständig, wenn Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Tunesien haben (in der Regel ab sechs Monaten Aufenthalt).

Die Botschaft ist unabhängig davon derzeit für Antragsteller zuständig, die sich in Syrien, Libyen und im Jemen gewöhnlich aufhalten.

Wenn Sie im Ausland wohnen, wenden Sie sich in diesem Fall bitte an die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Die Deutsche Botschaft in Tunis ist auch für Antragsteller mit gewöhnlichem Aufenthalt in Libyen zuständig, da die Deutsche Botschaft in Tripolis bis auf weiteres geschlossen ist.

Schengen Visa: Schengenvisa-Anträge von libyschen Staatsangehörigen werden vom externen Dienstleister VFS entgegengenommen. Weitere Informationen finden Sie auf der VFS-Webseite.

Bei VFS ist die Visabeantragung nur mit einem vorher vereinbarten Termin möglich, der direkt über die Webseite von VFS gebucht werden muss:

Hier können Sie einen Termin zur Beantragung eines Schengen-Visums vereinbaren.

Nationale Visa: Antragsteller müssen Ihren Antrag persönlich in der Deutschen Botschaft Tunis einreichen. Auch zur Antragstellung bei der Botschaft ist die vorherige Terminbuchung zwingend notwendig. Termine buchen Sie bitte hier.

Jemen
Jemen© Colourbox.com

Die Deutsche Botschaft in Tunis ist auch für Antragsteller mit gewöhnlichem Aufenthalt im Jemen zuständig, da die Deutsche Botschaft in Sanaa bis auf weiteres geschlossen ist.

Personen mit Wohnsitz im Jemen können an dieser Botschaft einen Visumsantrag stellen. Für die Kommunikation am Schalter und für die Übersetzung antragsbegründender Unterlagen in die jeweilige Landessprache bzw. ins Deutsche sind Sie selbst verantwortlich. Etwaige Kosten sind von Ihnen zu tragen. Bitte beachten Sie im Übrigen die Informationen zur Antragstellung auf unserer Homepage. Das Visumsverfahren ist analog zu dem Verfahren für Tunesier durchzuführen. Für die Beantragung eines Schengenvisums bedeutet dies, dass der Antrag beim externen Dienstleister VFS einzureichen ist. Weitere Informationen finden Sie auf der VFS-Webseite.  Nationale Visa müssen persönlich und nach vorheriger Terminbuchung bei der Botschaft Tunis eingereicht werden.  Termine buchen Sie bitte hier.

Syrien
Syrien© Colourbox.com

Antragsteller mit gewöhnlichem Aufenthalt in Syrien können Ihren Visumsantrag auch bei der Botschaft Tunis stellen.

Nach aktuellem Kenntnisstand der Botschaft erteilt die tunesische Regierung derzeit keine Visa für syrische Staatsangehörige, die nach Tunesien einreisen wollen. Anträge müssen jedoch persönlich bei der Botschaft gestellt werden. Somit ist die Antragstellung für Syrer in Tunesien derzeit nur möglich, wenn Sie bereits anderweitig eine tunesische Einreise- bzw. Aufenthaltsgenehmigung haben (siehe auch FAQ Syrien).

Weitere Informationen zum erleichterten Visumsverfahren für Familienangehörige von anerkannten syrischen Flüchtlingen finden Sie auf dem Webportal der Bundesregierung.

Für die Ablehnung eines Visumsantrags kann es verschiedenste Gründe geben.

Der Ablehnungsbescheid der Auslandsvertretung enthält die für die Ablehnung ausschlaggebenden Gründe sowie eine Rechtsbehelfsbelehrung.

Ablehnungsgründe können sind unter anderem sein:

  • fehlende Unterlagen (z. B. Reisekrankenversicherung
  • gefälschte Dokumente
  • Zweck und Bedingungen des Aufenthalts können nicht begründet werden
  • fehlende Rückkehrbereitschaft

Die Bereitschaft des Antragstellers zur Rückkehr in sein Heimatland (Rückkehrbereitschaft)ist eine zentrale Voraussetzung für die Erteilung jeglichen Besuchsvisums. Da die Botschaft hier eine Prognoseentscheidung treffen muss, ist sie auf Indizien angewiesen. Es ist zu prüfen, ob der jeweilige Antragsteller gute Gründe glaubhaft darlegen kann, tatsächlich in sein Heimat- bzw. Wohnsitzland zurückkehren zu wollen.

Zu den objektiven Anhaltspunkten auf die sich die Botschaft in dieser Hinsicht stützen können, gehören Angaben und Nachweise zu familiären und wirtschaftlichen Bindungen im Heimatland unter Berücksichtigung der konkreten Lebenssituation der jeweiligen Antragsteller.

Als Nachweis der wirtschaftlichen Verwurzelung können u. a. Arbeits-, Verdienst-, Urlaubs-, Sozialversicherungs-, Studienbescheinigungen sowie Unterlagen über größere Vermögenswerte wie z. B. Immobilienbesitz im Heimat- bzw. Wohnsitzland dienen. Familiäre Bindungen lassen sich z. B. durch Belege über die Betreuung minderjähriger, im Haushalt des Antragstellers lebender Kinder, über die die elterliche Sorge ausgeübt wird oder andere pflegebedürftige Angehörige darlegen.

Eine bei der Ausländerbehörde abgegebene Verpflichtungserklärung sichert zwar der öffentlichen Hand die Übernahme der Kosten für den Aufenthalt zu, ist jedoch nicht geeignet, eine Sicherheit für die Rückkehr des Gastes in sein Heimatland zu bieten. Die hinreichende Wahrscheinlichkeit der Rückkehrbereitschaft kann vielmehr nur den objektiven Lebensumständen des Antragstellers selbst entnommen werden.

Ein Visum kann grundsätzlich nur erteilt werden, wenn sich aus den vorgelegten Unterlagen eine glaubhafte Rückkehrperspektive ergibt.

Hinweis:

Alle Angaben in diesem Merkblatt beruhen auf Erkenntnissen und Einschätzungen der Botschaft im Zeitpunkt der Textabfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Für Rückfragen steht das Rechts- und Konsularreferat der Botschaft gerne zur Verfügung.

Der Bescheid, mit dem ein Visumantrag von einer Auslandsvertretung abgelehnt wird, enthält die für die Ablehnung ausschlaggebenden Gründe sowie eine Rechtsbehelfsbelehrung.

Gegen einen ablehnenden Bescheid im Visumverfahren kann der Antragsteller innerhalb eines Monats schriftlich bei der Auslandsvertretung remonstrieren, d. h. eine Beschwerde gegen die Ablehnung einlegen. Die Auslandsvertretung wird den Visumantrag in diesem Fall erneut prüfen. Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes werden Remonstrationen chronologisch nach Eingang bearbeitet. Die Bearbeitungszeiten können daher mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Im Remonstrationsschreiben sollten die Gründe genannt werden, mit denen der ausschlaggebende Ablehnungsgrund entkräftet werden soll. Dokumente und Belege, die dem ursprünglichen Antrag nicht beigefügt waren, die aber dem Nachweis der Erteilungsvoraussetzungen dienen können, sollten der Remonstration beigefügt werden. Kann auch nach der erneuten Prüfung nicht festgestellt werden, dass der Antragsteller die Visumerteilungsvoraussetzungen erfüllt, so werden dem Antragsteller die für die Ablehnung seines Antrages ausschlaggebenden Gründe nochmals ausführlich in einem Remonstrationsbescheid schriftlich mitgeteilt.

Gegen diesen Bescheid kann der Antragsteller innerhalb eines Monats beim Verwaltungsgericht Berlin Klage erheben.

Gegen den ursprünglichen ablehnenden Bescheid kann auch direkt vor dem Verwaltungsgericht Berlin innerhalb eines Monats Klage erhoben werden, also ohne vorherige Remonstration.

Auskünfte im Visumverfahren dürfen aus Datenschutzgründen nur dem Antragsteller selbst oder einer von ihm schriftlich bevollmächtigten Person erteilt werden.

Informationen zur Einrichtung eines Sperrkontos erhalten Sie hier.

Aufgrund einer Gesetzesänderung beträgt die Gebühr für die Bearbeitung eines nationalen Visums (D-Visum) ab 01.09.2017 € 75,00. Die Gebühr für Schengen-Visa (C-Visa) bleibt unverändert bei € 60,00 (zuzüglich evtl. Service-Gebühren des externen Dienstleisters VFS). Bisher bestehende Befreiungstatbestände bleiben ebenfalls unverändert in Kraft. Weitere Informationen finden Sie hier und auf dem Merkblatt Visagebühren.


Alle Gebühren sind wie bisher zahlbar in tunesischen Dinar (TND) zum jeweils aktuellen amtlichen Gegenwert.


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