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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsförderung:  Perspektiven schaffen

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Flagge, © dpa

03.02.2020 - Artikel

Im Zentrum der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit steht die Schaffung von Beschäftigung und wirtschaftlichen Perspektiven für die vielen jungen Menschen in Tunesien

Im Zentrum der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit steht die Schaffung von Beschäftigung und wirtschaftlichen Perspektiven für die vielen jungen Menschen in Tunesien. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Förderung von mittelständischen und die Gründung neuer Unternehmen sowie deren Zugang zu Finanzdienstleistungen, die Export- und Innovationsförderung sowie die berufliche Bildung. Die Vorhaben zur Modernisierung der Verwaltung sind auch für den Schwerpunkt der Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung relevant.

Um strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt im Sinne aller Seiten zu lösen, wird der stärkere Einbezug des Privatsektors in die Aus- und Fortbildung sowie die Intensivierung des Dialogs zwischen Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unterstützt.

Die finanzielle Zusammenarbeit fördert insbesondere kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU). Unter anderem gewährt die KfW tunesischen Banken zinsverbilligte Darlehen, damit diese Kredite an KKMU refinanzieren können. Um die Banken gegen Ausfallrisiken abzusichern, wird der Aufbau staatlicher Garantiemechanismen unterstützt. Die Gründung der tunesischen Mittelstandsbank Banque de Régions wurde maßgeblich von der KfW unterstützt.

Die technische Zusammenarbeit berät die tunesische Regierung unter anderem bei der Umsetzung des 2016 verabschiedeten Investitionsgesetzes, zum Beispiel durch die Unterstützung für die neu gegründete Investitionsbehörde „Tunisian Investment Authority“ (TIA). Sie soll als zentraler Ansprechpartner für Investoren dienen und insbesondere Investitionsprojekte fördern, die Arbeitsplätze schaffen. Des Weiteren fördert die GIZ regionale wirtschaftliche Entwicklung, Berufliche Bildung in Kooperation mit Unternehmen, den Ausbau der digitalen Wirtschaft, Jobpartnerschaften mit Unternehmen, landwirtschaftliche Innovationen und einen nachhaltigen Tourismus.

Wirkungen – ausgewählte Beispiele

Mit Stand Dezember 2019 sind rund 88.000 Personen mit Unterstützung der BMZ finanzierten Vorhaben der GIZ und KfW in Beschäftigung gekommen.

Zusätzlich konnten über die Vorhaben der finanziellen Zusammenarbeit (KfW) bei rund 600 kleinen und mittleren Unternehmen mit je bis zu 200 Mitarbeitern Arbeitsplätze gesichert oder ausgebaut werden.

Darüber hinaus haben mit Stand Dezember 2019 rund 95.200 Personen über Vorhaben der technischen Zusammenarbeit (GIZ) eine berufliche Aus- oder Weiterbildung erhalten.

Deutsch-tunesisches Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration


In Tunis, eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller das erste Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration in Nordafrika.
In Tunis, eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller das erste „Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration“ in Nordafrika.© Bundesregierung



Als wichtige Beratungsstelle in den Bereichen Beschäftigung Weiterbildung, legale Migration und freiwillige Rückkehr dient das deutsch-tunesisches Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration, das im März 2017 durch Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in Tunis eröffnet wurde. Es unterstützt tunesische Rückkehrer, indem es Arbeits- und Ausbildungsplätze vermittelt, Fortbildungsmöglichkeiten aufzeigt und Existenzgründungen begleitet. Außerdem klärt es über die Voraussetzungen legaler Arbeitsmigration nach Deutschland und über die Gefahren illegaler Migration auf.


 

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