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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigungsförderung:  Perspektiven schaffen

Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs 2

Ausbildung und nachhaltiges Wachstum für gute Jobs 2, © ©Deutschte Botschaft Tunis

15.09.2021 - Artikel

Im Zentrum der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit steht die Schaffung von Beschäftigung und wirtschaftlichen Perspektiven für die vielen jungen Menschen in Tunesien

Im Zentrum der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit steht die Schaffung von Beschäftigung und wirtschaftlichen Perspektiven für die vielen jungen Menschen in Tunesien. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Förderung von mittelständischen und die Gründung neuer Unternehmen sowie deren Zugang zu Finanzdienstleistungen, die Export- und Innovationsförderung sowie die berufliche Bildung. Die Vorhaben zur Modernisierung der Verwaltung sind auch für den Schwerpunkt der Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung relevant.

Um strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt im Sinne aller Seiten zu lösen, wird der stärkere Einbezug des Privatsektors in die Aus- und Fortbildung sowie die Intensivierung des Dialogs zwischen Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unterstützt.

Die finanzielle Zusammenarbeit fördert insbesondere kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU). Unter anderem gewährt die KfW tunesischen Banken zinsverbilligte Darlehen, damit diese Kredite an KKMU refinanzieren können. Um die Banken gegen Ausfallrisiken abzusichern, wird der Aufbau staatlicher Garantiemechanismen unterstützt. Die Gründung der tunesischen Mittelstandsbank Banque de Régions wurde maßgeblich von der KfW unterstützt.

Die technische Zusammenarbeit berät die tunesische Regierung unter anderem bei der Umsetzung des 2016 verabschiedeten Investitionsgesetzes, zum Beispiel durch die Unterstützung für die neu gegründete Investitionsbehörde „Tunisian Investment Authority“ (TIA). Sie soll als zentraler Ansprechpartner für Investoren dienen und insbesondere Investitionsprojekte fördern, die Arbeitsplätze schaffen. Des Weiteren fördert die GIZ regionale wirtschaftliche Entwicklung, Berufliche Bildung in Kooperation mit Unternehmen, den Ausbau der digitalen Wirtschaft, Jobpartnerschaften mit Unternehmen, landwirtschaftliche Innovationen und einen nachhaltigen Tourismus.

Wirkungen – ausgewählte Beispiele

Seit 2018 wurden allein durch Vorhaben der GIZ mindestens 16.000 neue Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Durch die finanzielle Unterstützung der KfW wurden mehr als 30.000 Unternehmen gefördert und knapp 100.000 Arbeitsplätze neu geschaffen oder erhalten. Darüber hinaus haben mit Stand Dezember 2020 über 110.000 Personen über Vorhaben der technischen Zusammenarbeit (GIZ) eine berufliche Aus- oder Weiterbildung erhalten.

Deutsch-tunesisches Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration


Neu-Eröffnung des Beratungszentrums für Jobs, Migration und Reintegration durch Botschafter Prügel  in neuen Räumen der ANETI im Juni 2021
Neu-Eröffnung des Beratungszentrums für Jobs, Migration und Reintegration durch Botschafter Prügel  in neuen Räumen der ANETI im Juni 2021© @Deutsche Botschaft Tunis

Als wichtige Beratungsstelle in den Bereichen Beschäftigung Weiterbildung, legale Migration und freiwillige Rückkehr dient das deutsch-tunesisches Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration, das im März 2017 durch Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in der Arbeitsagentur ANETI in Tunis eröffnet wurde. Im Herbst 2019 wurde ein weiteres Zentrum in Sfax mit Fokus auf den Süden des Landes eröffnet. Die Zentren unterstützen tunesische Rückkehrer, indem sie Arbeits- und Ausbildungsplätze vermitteln, Fortbildungsmöglichkeiten aufzeigen und Existenzgründungen begleiten. Außerdem klärt es über die Voraussetzungen legaler Arbeitsmigration nach Deutschland, Möglichkeiten zur Integration nach Rückkehr und über die Gefahren illegaler Migration auf.


 

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