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Legalisationen, Beglaubigungen und Bescheinigungen

Diverse Stempel an einer Halterung

Beglaubigung, © Photothek.de

01.12.2017 - Artikel


Tunesische öffentliche Urkunden können zum Gebrauch im deutschen Rechtsverkehr legalisiert werden. Ob eine Legalisation erforderlich ist oder ob die ausländische Urkunde auch ohne weiteren Nachweis als echt anerkannt wird, entscheidet die Behörde in Deutschland, bei der die Urkunde verwendet werden soll.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Bevor die Deutsche Botschaft eine tunesische Urkunde legalisieren kann, müssen bei folgenden Behörden Vor- und Überbeglaubigungen eingeholt werden:

    Urkunden der Standesämter und sonstiger Verwaltungsbehörden:
    1. Vorbeglaubigung durch das für die Ausstellung der Urkunde zuständige tunesische Gouvernorat
    2. Überbeglaubigung durch das tunesische Außenministerium (Ministère des Affaires Etrangères / Direction des Affaires Consulaires, Avenue de la Ligue Arabe, Nord Hilton, 1002 Tunis - Belvédère, Tel.: 71-847.500, 71-847.010)´

    Urkunden der Justizbehörden (Urteile, Gerichtsbeschlüsse):
    1. Vorbeglaubigung  durch das zuständige Gericht
    2. Vorbeglaubigung durch das tunesische Justizministerium (Ministère de la Justice, Bd. Bab Bénat, 1006 Tunis-La Kasbah, Tel.: 71-561.440)
    3. Überbeglaubigung durch das tunesische Außenministerium (Ministère des Affaires Etrangères / Direction des Affaires Consulaires, Avenue de la Ligue Arabe, Nord Hilton, 1002 Tunis - Belvédère, Tel.: 71-847.500, 71-847.010)

    Tunesische schulische und akademische Urkunden (Abiturzeugnisse, Hochschulabschlüsse, Notenaufstellungen usw.) werden von der Botschaft nicht legalisiert.
  • Die tunesischen Urkunden müssen im Original vorgelegt werden (Kopien können nicht legalisiert werden).
  • Urkunden, die mit einer automatisierten Unterschrift erstellt wurden, können nur dann legalisiert werden, wenn zunächst entweder die handschriftliche Unterschrift nachgeholt oder das Dokument von der ausstellenden Behörde manuell beglaubigt wurde.
  • Deutsche Übersetzungen der Urkunden müssen nicht vorgelegt werden.
  • Der Antrag auf Legalisation von Urkunden muss durch den Urkundeninhaber oder eine von ihm schriftlich bevollmächtigte Person persönlich bei der Botschaft eingereicht werden. Bevollmächtigte müssen - abgesehen von der zu legalisierenden und bereits mit der Vor- und Überbeglaubigung versehenen Urkunde - folgende Unterlagen vorlegen:
    1. eine schriftliche und signierte formlose Vollmacht der/des Urkundeninhabers/-in auf Deutsch oder Französisch (die Unterschrift muss nicht von einer amtlichen Stelle beglaubigt sein)
    2. eine Kopie des Passes bzw. Personalausweises des Urkundeninhabers mit Unterschrift
  • Eine Beantragung auf dem Postweg ist nicht möglich.

Zum Aufgabenumfang der Botschaft gehört es nicht, Urkunden zu beschaffen oder Vor- und Überbeglaubigung einzuholen. Dies muss vom Urkundeninhaber bzw. über eine von ihm beauftragte Person bzw. einen Anwalt erledigt werden.


Gebühren

Für die Legalisation werden von der Botschaft Gebühren und Auslagen nach dem Auslandskostengesetz erhoben. Die Gebühr beträgt zur Zeit 25 bis 85 Euro (abhängig vom Gegenstand der Urkunde), zu zahlen jeweils in Tunesischen Dinar zum Tageskurs. Es ist nur Barzahlung möglich.

Gebührenbeispiele:

  • Personenstandsurkunden (z.B. Geburtsurkunden und Heiratsurkunden einer standesamtlichen Trauung) je 25 Euro 
  • Heiratsurkunden bei Trauung vor dem Notar 45 Euro
  • Ledigkeitsbescheinigungen 45 Euro
  • Wohnsitzbescheinigungen 45 Euro
  • Gerichtsurteile 45 Euro
  • Die Gebühr für die Beglaubigung einer Passkopie (übliche Unterlage für die Eheschließung) beträgt 15 Euro.

Der Einzug der Kosten per nachträglicher Kostenrechnung wird nicht praktiziert, die Gebühr ist stets bar bei der Botschaft zu bezahlen.

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