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Deutschland und Tunesien: Auch in der Krise Seite an Seite für eine gesunde Zukunft

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Logo Seite an Seite, © Rabeb Oueslati

10.04.2020 - Artikel

Die Coronakrise ist eine globale Herausforderung, die gleichermaßen effektive nationale Antworten sowie internationale Kooperation und Solidarität zwischen unseren Gesellschaften bedarf. Vor Ort, hier in Tunesien, hat die Deutsche Botschaft Tunis einen Corona-Stab für eine effektive Koordinierung in der Krise eingesetzt und passt, wo möglich, die umfassende deutsch-tunesische Kooperation so an, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Dazu erklärte Botschafter Reinicke heute:

Deutschland und Tunesien sind Partner, die auch in der gegenwärtigen Krise Seite an Seite stehen. Denn die Herausforderungen für unsere Wirtschaften und Gesellschaften sind enorm. Priorität muss jetzt darauf gelegt werden, alles zu tun, um die Krise einzudämmen und gemeinsam zu überstehen.

Die EU hat Tunesien bereits umfassende Unterstützung zugesagt; im Rahmen der Vereinten Nationen, als Partner für die Allianz für den Multilateralismus und als nicht-ständige Mitglieder im Sicherheitsrat, arbeiten Deutschland und Tunesien ebenfalls eng an einer effektiven globalen Antwort auf die Krise.

Deutschland hat, in enger Abstimmung mit seinen tunesischen Partnern, nun erste konkrete Initiativen auf den Weg gebracht, um Tunesien zu unterstützen in der Eindämmung des Corona-Virus. Botschafter Reinicke betonte, dass die Bundesregierung, aufbauend auf Deutschlands vielschichtiger Kooperation mit Tunesien, auch weiterhin auf « kreative und innovative Lösungen » setzen wird, ebenso wie den « umfassenden Ansatz zu verfolgen, auf staatlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene »  zu unterstützen.

Die Deutsche Botschaft Tunis hat vergangene Woche u.a. einen zivilgesellschaftlichen Fonds unter dem Motto « Santé pour tous » lanciert, mit dem zivilgesellschaftliche Initiativen zur Prävention und Resilienzstärkung gefördert werden sollen.

Gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut und dem Institut der Bundeswehr für Mikrobiologie arbeitet Deutschland daran, aufbauend auf langjähriger Kooperation im Biosicherheitsbereich mit tunesischen Partnern daran, Möglichkeiten der Diagnostik auszuweiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) passt im Rahmen der Reformpartnerschaft ihre Programme an, wo möglich und in Abstimmung mit den tunesischen Partnern. Das Digitalzentrum der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit hat beispielsweise daher kurzfristig eine Reihe von Aktivitäten angestoßen, die zur Finanzierung und Entwicklung von digitalen Innovationen und Lösungsansätzen zur Bewältigung der Krise beitragen. Fokus liegt dabei auf den Bereichen  « Digitale Gesundheit und Gesundheitstechnologien zur Stärkung der Gesundheitssysteme », etwa der Herstellung von medizinischen Geräten mit 3D-Druck und der Herstellung von Atemschutzmasken. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für lokale Angelegenheiten werden Programme auf lokaler Ebene außerdem angepasst, um die Bedarfe der Kommunen zu ermitteln und sofort bis zu 450.000 Euro für dringende Beschaffungen sowie für die Aufrechterhaltung von Basisdienstleistungen und die Umstellung auf digitale Kommunikation der Kommunen umschichten zu können.

Des Weiteren sind die 260 deutschen Unternehmen, die in Tunesien rund 70.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, mit Hochdruck dabei, Tunesien in dieser schwierigen Lage zu unterstützen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit unter Bedingungen des höchstmöglichen Schutzes der Mitarbeiter aufrecht zu erhalten. Die tunesisch-deutsche Außen- und Handelskammer (AHK) ist dabei wichtiger Partner in der Koordinierung der Aktivitäten.

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